Einführungen und Vorträge 2010/15

 
  1. 27. Oktober 2015, Zeughauskino, 20.00 Uhr, Programm "Chance Kurzfilm" zum UNESCO-Welttag des audio-visuellen Erbes "Archive in Gefahr"Chance Kurzfilm 2015 Handout_Neu.pdf – Um 1900 locken vor allem dokumentarische Bilder in die ersten Filmvorführungen. Im Niederländischen Filmarchiv Eye sind einmalige Ansichten aus Deutschland und Berlin überliefert. Zehn Jahre später bilden "Tonbilder" die Sensation: kurze Musikstücke, die im Playbackverfahren für die Laufzeit einer Schellackplatte aufgenommen und bei der Wiedergabe synchronisiert werden. Drei Berliner Sujets demonstrieren die Leistungsfähigkeit der digitalen Bild- und Tonbearbeitung. In dem viragierten Fragment Schatten der Nacht (1912) zeigt Harry Piel sensationelle Verfolgungsjagden mit Auto und U-Bahn quer durch Berlin. Zwei in Berlin gedrehte Trickfilme von 1932 – darunter Ein Gang durch die moderne Oberst-Fabrik – bezeugen die große Könnerschaft des später in den USA berühmt gewordenen Ungarn George Pal. 1932 realisieren die polnischen Avantgardisten Stefan und Franciszka Themerson das Filmexperiment Europa nach dem gleichnamigen futuristischen Gedicht von Anatole Stern. In dem Kulturfilm Eine Schlagader der Großstadt (1956) lauschen wir der faszinierenden Geräuschwelt der Berliner U-Bahn. 1996 lassen Gusztáv Hámos und Katja Pratschke ihre Protagonistin durch die Geschichte Berlins wandern (Berlin retour), während Juliane Henrich in .spurnahme (2008) jenes Gelände in Berlin-Mitte inspiziert, auf dem jüngst die Zentrale des Bundes-nachrichtendienstes errichtet wurde.

  2. Mittwoch, 17. Juni 2015, 20.00 Uhr, Zeughauskino – Reihe: 1945 – Niederlage. Befreiung. Neuanfang – Europa im Wiederaufbau – 1945 – NIEDERLAGE Handout 2.pdf – Hoffnung und Vertrauen, Optimismus und Zuversicht spiegeln sich in den "Wiederaufbaufilmen" des kriegszerstörten Europa. Zur Musik von Witold Lutosławski zeigt Suita Warszawska (1946) in elegischen Bildern erst das Unglück, das Warschau getroffen hat, dann die Rückkehr zum Leben und schließlich symbolisch den Aufbruch zu einem neuen Frühling. In der sowjetischen besetzten Zone wirbt die SED mit dem Zeichentrickfilm Aufbau Berlins (1946) für die Mitarbeit am Wiederaufbau. Mit dem Film Give them Hope (1947) und Aufnahmen der ersten Hilfsmaßnahmen sammelt die Wohltätigskeitsorganisation American Relief for Germany Spenden für Westdeutschland. In Dortmund bannt die Privatfilmerin Elisabeth Wilms nicht nur den Alltag nach dem Krieg auf 16mm-Schmalfilm, sondern begleitet auch die ersten Schritte auf dem Weg zum Wiederaufbau ihrer Heimatstadt; der 1948 stumm aufgenommene Film wurde 1981 mit einem Kommentar versehen. Die schnelle Rekonstruktion Westeuropas wäre ohne die Hilfe des Marshallplans kaum möglich gewesen. Mit Marshallplan-Geldern wird das Kraftwerk Aura am Sundals-Fjord in Norwegen fertiggestellt, das auch die Nachbarländer mir Strom versorgt; der ebenfalls vom Marshallplan in Auftrag gegebene Film Aura, Strom aus dem Norden (1950) stellt diese Aufbauleistung vor. Am Beispiel von Caen und Rotterdam zeigt der Marshallplanfilm mit dem programmatischen Titel Neubau Europa (GB 1950) verschiedene Wege, um der drängenden Wohnungsnot Herr zu werden.

  3. Mittwoch, 3. Juni 2015, 20.00 Uhr, Zeughauskino – Reihe: 1945 – Niederlage. Befreiung. Neuanfang – Le Six juin à l’aube (FR 1945, R: Jean Grémillon) und Le Retour (FR 1945, R: Henri Cartier-Bresson)1945 – NIEDERLAGE Handout 1.pdf – Zwei Klassiker des französischen Dokumentarfilms über die Endphase des Zweiten Weltkriegs und die Rückkehr der Deportierten und Kriegsgefangenen. In Le Six juin à l’aube (1945) zeichnet Jean Grémillon die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 nach, die in eine blühende Landschaft einbricht und diese reichste Provinz Frankreichs mit Zerstörungen, Not und Leid überzieht. Mit dem siegreichen Vorrücken der Alliierten werden nach und nach auch die nationalsozialistischen Lager befreit. In seinem Dokumentarfilm Le Retour (1945) konzentriert sich der vor allem als Fotograf bekannt gewordene Henri Cartier-Bresson auf die befreiten Kriegsgefangenen, Zwangsrekrutierten und deportierten Antifaschisten. Teilweise bis auf die Knochen abgemagert, können sie sich erst allmählich über die wiedergewonnene Freiheit freuen. Dann der lange und beschwerliche Weg zurück nach Frankreich, über endlos scheinende Wege, durch das Chaos der Nachkriegszeit. An der Elbe treffen sich die Ströme der Befreiten; der eine Strom zieht gen Osten, der andere gen Westen. Aber für alle ist es der Weg zurück in die Heimat, der Weg der wiedergewonnenen Freiheit. An der Gare de l’Est in Paris liegen sich Rückkehrer und Verwandte in den Armen.

  4. Montag, 18. Mai 2015, 19.00 Uhr, Kino Arsenal – FilmDokument Nr. 172. – Einführung in mein Programm Im Schatten des Karakorum. Durch das wilde Land der Hunza auf die Gipfel der BaturA (BRD 1955). – FD 172 Im Schatten des Karakorum Handout.pdf – In einem abgeschiedenen Tal im nordwestlichen Teil Kaschmirs lebt das 22.000 Menschen zählende Volk der Hunza. Eugen Schuhmachers Farbfilm IM SCHATTEN DES KARAKORUM (1955) über eine deutsch-österreichische Expedition zum Batura-Gletscher interessiert sich aber weniger für deren alpinistische Leistungen als vielmehr für das karge Leben der Hunza unter extremen Bedingungen. In ruhigen Einstellungen beobachtet er ihren Alltag und Festlichkeiten, beschreibt Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt des Himalaya. Das dramatische Finale zeigt die abgebrochene Besteigung eines Siebentausenders. "Kein Bild wurde gestellt, kein Trick wurde angewandt, keine billige Wirkung ging auf Spannung aus" – so Schuhmacher über seinen mit dem Bundes-filmpreis 1955 ausgezeichneten Dokumentarfilm.

  5. Dienstag, 27. Januar 2015, 20.00 Uhr, Zeughauskino – Die Welt in Waffen: Befreite Konzentrationslager. Wochenschauen.Handout 27. Januar 2015.pdf – „Nach der vernichtenden Niederlage der Deutschen im Zuge der sowjetischen Operation Bagration räumte die SS das Lager Majdanek im Juli 1944 unter Zeitdruck. Akten und Gebäude der Lagerverwaltung wurden zwar in Brand gesetzt, die Gaskammern und Gefangenenbaracken blieben jedoch unangetastet. Mit der nachrückenden sowjetischen Armee kam auch Aleksander Ford in das Lager und realisierte den Film MAJDANEK – FRIEDHOF EUROPAS (UdSSR/PL 1944) – LES CAMPS DE LA MORT (FR 1945) – eine Produktion der französischen Wochenschau Les actualités françaises – entstand im Auftrag des französischen Informationsministeriums im Sommer 1945. „Gewünscht war eine Synthese aus verschiedenen filmischen Dokumenten zum Thema, um die Öffentlichkeit über die nationalsozialistischen Gräuel zu belehren und ihr die Wahrheit zu mitzuteilen”, schreibt der Filmhistoriker Jeanpaul Goergen (Filmblatt, Nr. 28, 2005). Ebenso wie LES CAMPS DE LA MORT montiert auch die Wochenschau WELT IM FILM (GB/USA 1945) vom 15.6.1945 Aufnahmen aus mehreren Konzentrationslagern, um so unmittelbar nach Kriegsende eine Übersicht über das nationalsozialistische Vernichtungssystem zu geben.” (Ankündigung des Zeughauskinos)

  6. Montag, 8. September 2014, 19.00 Uhr, Arsenal 2, Berlin, Reihe "FilmDokument" von CineGraph Babelsberg. – FD 164 Menschen von morgen Handout.pdf. – Einführung in den abendfüllenden Dokumentarfilm Menschen von Morgen. Geständnisse vor der Kamera (BRD 1965). In einem leeren Filmstudio stellten sich zwölf junge Deutsche unvorbereitet den Fragen des Regisseurs. Ein Autoknacker, eine Prostituierte, ein Mannequin, ein Gammler, ein Kindermädchen, ein Stabsunteroffizier, eine Millionärstochter, ein Soziologe, eine Sekretärin, ein Schlagzeuger, ein Bauernmädchen und ein Krankenpfleger offenbarten ihre Einstellung zu den Problemen ihres Lebens. In MENSCHEN VON MORGEN (1965) montierte der niederländische Regisseur Kees Brusse ihre "Geständnisse vor der Kamera" zu einem Porträt der damaligen Jugend. Seine Fragen schnitt er heraus und verband die Meinungen seiner Interviewpartner als "Psycho-montage" zu einem Fluss korrespondierender Stimmen.

  7. 27. März 2014, Zeughauskino, 20.00 Uhr – 100 Jahre deutsche Wochenschau. Programm, kuratiert von Jeanpaul Goergen. – Infopapier 100 Jahre deutsche Wochenschau.pdf. –  Vor 100 Jahren, am 27. März 1914, kam mit der Eiko-Woche die erste deutsche Wochenschau in die Kinos. Wochen-schauen, die es bereits ab 1907 in Frankreich gab, verstanden sich als aktuelle Berichterstattung, bevorzugten aber unterhaltende Sujets und unverfängliche Themen. Politisch unabhängig waren sie jedoch nie; Diktaturen nutzten sie rücksichtslos zur Propagierung ihrer Ansichten. Die Beliebigkeit ihrer Themen kritisierte Hans Magnus Enzensberger 1957 als „Scherbenwelt“. Anfang der 1980er Jahre besiegelten die Nachrichten- und Unterhaltungssendungen des Fernsehens das Ende der Wochenschauen. Heute sind ihre Aufnahmen Teil unseres Bilder-Gedächtnisses. Das Programm zeigt deutsche Wochenschauen aus dem Ersten Weltkrieg und der Endphase der Weimarer Republik, eine nationalsozialistische Kriegswochenschau, eine frühe Ausgabe des Augenzeugen sowie die erste Ausgabe der 1956 in der Bundesrepublik neugegründeten Ufa-Wochenschau. Es sind exemplarische Beispiele, die die Programmatik der Wochenschau und ihre besondere Bildsprache beleuchten. Mit Einführungen von Günter Agde, Jeanpaul Goergen und Kay Hoffmann.

  8. 10. März 2014, 19.00, Kino Arsenal, Reihe FilmDokument. Einführung in den Film NANGA PARBAT 1953 (BRD 1953, Regie: Hans Ertl)FD 159 Infopapier Nanga Parbat 1953.pdf. – Filmbericht über die erfolgreiche deutsch-österreichische Nanga-Parbat-Expedition von 1953. Der Kameramann Hans Ertl filmt die Erstbesteigung des Nanga Parbat durch den Österreicher Hermann Buhl, ohne ihm aber bis zum Gipfel folgen zu können. NANGA PARBAT 1953 (1953) ist erst der zweite westdeutsche lange Dokumentarfilm in Farbe. Routiniert meistert Ertl die schwierigen Drehverhältnisse im Himalaya. Seine prächtigen Agfacolor-Aufnahmen können aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der Film nur selten über eine chronologisch nacherzählte Reportage hinausgeht. Dennoch ist NANGA PARBAT 1953 ein typisches Beispiel für die in den 1950er Jahren besonders populären Expeditions- und Reisefilme mit ihren exotischen Schauwerten.

  9. 14. Oktober 2013, Arsenal 2, 19.00 Uhr, Reihe FilmDokument. Einführung in den Film Bagnolo – Dorf zwischen schwarz und rot (BRD 1964, Regie: Bruno Jori). – FD 154 Infopapier Bagnolo.pdf – In dem italienischen Arbeiterdorf Bagnolo leben überwiegend Halbpächter ohne eigenes Land. Über 80 Prozent der 5.000 Einwohner wählen Kommunisten und Sozialisten. Der Pfarrer kämpft scheinbar auf verlorenem Posten. In einer Zeit des virulenten Antikommunismus begibt sich der Regisseur Bruno Jori in die "Rote Emilia". Er will herausfinden, wie sich die sozialen Verhältnisse in der Region entwickelt haben, ob die Erfahrungen in der Resistenca nachwirken und wie sich der Alltag darstellt. Das politisch brisante Thema, so Ulrich Gregor 1964, wird "mit so viel Sachlichkeit, Aufrichtigkeit und Frische behandelt, dass das politische und soziologische Profil dieses Städtchens lebendige Gestalt gewinnt."

  10. 30. April 2013, 20.00 Uhr, Zeughauskino: Hommage am Max Skladanowsky. – Am 1. November 1895 führt der Berliner Fotograf und Schausteller Max Skladanowsky im Varieté Wintergarten am Bahnhof Friedrichstraße das zusammen mit seinem Bruder Emil entwickelte „Bioskop“ vor. Mit diesem als „interessanteste Erfindung der Neuzeit“ beworbenen Projektor projizieren sie zum ersten Mal in Deutschland kurze Filmstreifen auf eine Leinwand. Allerdings gelingt es ihnen nicht, den „Bioskop“ gewinnbringend auszuwerten, zumal er dem zeitgleich entwickelten „Cinématographe“ der Franzosen Auguste und Louis Lumière technisch deutlich unterlegen ist. Dennoch haben auch die Skladanowskys Film- und Kinogeschichte geschrieben: als Teil einer gegen Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Ländern zumeist unabhängig voneinander am Problem der „lebenden Bilder“ arbeitenden Erfinderschar. – Zum 150. Geburtstag des am 30. April 1863 in Pankow geborenen Max Skladanowsky zeigen wir alle überlieferten Filme der Gebrüder Skladanowsky in den derzeit besten Kopien. Der 1987 von der DEFA gedrehte Kurzfilm Die Wiege des boxenden Känguruhs zeichnet die Geschichte ihrer Erfindung nach und stellt auch einige ihrer Laterna Magica-Bilder und Abblätterbücher (Daumenkino) vor. – Kein Handout!

  11. 14. April 2013, 18.30 Uhr, Filmmuseum München. Einführung in ein Programm mit u.a. ABBRUCH UND AUFBAU (1931/32) von Wilfried Basse, im Rahmen der Architekturfilmtage. Das vollständige Programmm hier!

  12. 10. September 2012, 19.00 Uhr, Kino Arsenal, Berlin, Reihe „FilmDokument“ von CineGraph Babelsberg: Einführung in den Dokumentarfilm Es war ein Mensch... (BRD 1950, R: Curt Oertel). – FD 144 Infopapier Es war ein Mensch.pdf. – Deutschland nach 1945: Das Land liegt in Trümmern, die staatliche Ordnung  ist zerstört. Die Kirchen sind die ersten, die effektiv und wirkungsvoll versuchen, die allgegenwärtige Not zu lindern. Der Film Es war ein Mensch... von 1950 – der Titel bezieht sich auf das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter – berichtet über die diakonische Arbeit in der Evangelischen Kirche. Er schildert die Betreuung der Flüchtlinge und Heimkehrer, Umschulungen für Versehrte, Heilstätten für tuberkulöse Kinder und die Unterstützung für arbeitslose Jugendliche in der Bundesrepublik. Er berichtet aber auch über die tätige Hilfe aus dem Ausland und die Zusammenarbeit der Konfessionen. Curt Oertel inszeniert diesen Bericht aus der Wirklichkeit mit seinen elaborierten Bildfindungen, die er in den 1940er Jahren entwickelt hatte, und die in einem befremdlichen Kontrast zur dokumentierten Not stehen.

  13. 20. Juni 2012, Zeughauskino, 20.00 Uhr: Einführung in HIMMELSTÜRMER (1941, R: Walter Jerven) im Rahmen der Reihe "Unter Vorbehalt". Himmelstürmer_Handout.pdf!

  14. 5. Mai 2012, Zeughauskino, 20.00 Uhr: Einführung in ANDREAS SCHLÜTER (D 1942, R: Herbert Maisch) im Rahmen der Reihe "Unter Vorbehalt".

  15. 14.3.2012, 20.00 Uhr, Zeughauskino, Reihe "Unter Vorbehalt": EIN SCHÖNER TAG (D 1943) – Ein schöner Tag Handout.pdf Berlin im Zeichen des Kriegseinsatzes der Frau. Drei Soldaten auf Fronturlaub verbringen einige Stunden in der Reichshauptstadt. Friedrich Schröder schickt  seinen Freund Fritz Schröder zu einem Mädchen, das ihm regelmäßig Briefe und Zigaretten an die Front sendet und sich nun mehr von diesem ihr unbekannten Soldaten verspricht, um ihr die Wahrheit zu sagen, dass er nämlich bereits glücklich verheiratet ist. Es kommt zu einer Namensverwechslung, die zahlreiche Missverständnisse auslöst. In einer Nebenrolle versucht Jupp Hussels mit einem veralteten Stadtführer Berlin zu erkunden. – Der Film, so eine zeitgenössische Inhaltsangabe, zeige "eine zwar unsentimentale, aber rastlos tätige und zuversichtliche große Gemeinschaft, in der die arbeitende Frau die tragende Kraft darstellt. Überhaupt ist dieser Film ein Loblied auf die gute Kameradin der Heimatfront schlechthin, die neben dem Studium als Straßenbahnerin tätig oder trotz des Kleinkindes daheim auf dem Arbeitsplatz des eingezogenen Mannes weiterwirkt." EIN SCHÖNER TAG ist ein „zeitnaher Film“, wie er Propagandaminister Joseph Goebbels vorschwebte: er spricht Probleme der Zeit an – hier den Kriegseinsatz der Frau und die Verbindung zwischen Heimat und Front – und interpretiert sie im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie.

  16. 17./18. November 2011, Tagung "Lebendige Vergangenheit. Der landeskundlich-historische Film im Archiv" (LWL Münster), Vortrag: "Von der Lokalaufnahme zum Europafilm. Filmgeschichte und Landeskunde." (17. November 2011)

  17. 12. und 13. Oktober 2011, Vortrag: "Beherrscht vom Geschehen des Tages" – Zur Selbstdarstellung der Wochenschau-Kameramänner in Reporter aus Leidenschaft (1954). Vortrag auf der Tagung "Zwischen Aktualität und Unterhaltung. Wochenschau in Ost- und Westdeutschland nach 1945", Stuttgart. Link zur Tagung!

  18. 13. Juni 2011, Arsenal, "Reihe FilmDokument": HINEIN! DEUTSCHE FUSSBALLMEISTER-SCHAFT 1950 (Regie: Walter Rohde)

  19. 9. Juni 2011, Zeughauskino. Einführung zu einem Kurzfilmprogramm der Reihe "Kunst des Dokuments – Von Büchern und Bibliotheken", u.a. mit einem wiederentdeckten Werbefilm PREUßISCHE STAATSBIBLIOTHEK, BERLIN von 1937 und TOUTE LA MÉMOIRE DU MONDE (1956) von Alain Resnais.

  20. 30. Mai 2011, Kino Arsenal, Reihe FilmDokument: MIT SVEN HEDIN DURCH ASIENS WÜSTEN (D 1929, R: Paul Lieberenz) – FD 134 Infopapier Titel.pdf – Der Kameramann Paul Lieberenz begleitet 1927/28 den schwedischen Forscher Sven Hedin auf einer Expedition durch Innerasien von Peking nach Urumtschi. Die Lufthansa plante eine direkte Fluglinie Berlin-Peking; meteorologische Beobachtungen mussten gemacht werden, Wetterstationen aufgebaut und das Gelände auf geeignete Flugplätze untersucht werden. Im Mittelpunkt des Filmberichts stehen aber weniger die Forschungen der insgesamt 27 Wissenschaftler als vielmehr die mit ‚faustischem Drang’ (Siegfried Kracauer, 1929) durch Stein- und Sandwüsten vorwärtsziehende Karawane, die aus nicht weniger als 300 Kamelen und zahlreichen Helfern bestand. Höhepunkt des Films ist ein dramatischer Sandsturm.

  21. 6. April 2011, Zeughauskino: Einführung zu DIENST AM VOLKE (D 1930, R: Albert Oberwinder)

  22. 28. Februar 2011, Kino Arsenal, Reihe "FilmDokument": Einführungen zu ANTWORT DES HERZENS (BRD 1950, R: Hans Albert Lettow)

  23. 4. Februar 2011, Vortrag über "Informationsfilme über Europa (1945-1970). Anmerkungen zum Quellenkorpus" auf der Tagung der Universität Hamburg "Werben für Europa – Europafilme und europäische Öffentlichkeitsarbeit" vom 3.-6. Februar 2011 in Hamburg

  24. 28./29./30. Januar + 1./9. Februar 2011, Zeughauskino: Einführungen zu "Berlin im Kaiserreich".

  25. 6. Dezember 2010, Zeughauskino, 18.00 Uhr: Einführung zu SIEG DES GLAUBENS (1933) und TAG DER FREIHEIT (1935) im Rahmen der Ausstellung "Hitler und das deutsche Kino"

  26. 23. Oktober 2010, 19.00 Uhr, Zeughauskino: Reihe Wiederentdeckt, Nr. 165: DIE GROßE PAUSE (D 1927, R: Carl Froelich) im Rahmen der "Hommage an Henny Porten". – W 165 Die große Pause (1927).pdf – Im Lustspiel "Die große Pause" gibt Henny Porten eine gefeierte Geigerin, die ganz in ihrem Beruf aufgeht und die regelmäßigen Avancen ihres gleichaltrigen Beraters immer wieder abweist. Als sie aber von einem jungen Grafen angehimmelt wird, vergisst sie Beruf und Karriere und heiratet diesen Hals über Kopf. Komplikationen mit der gräflichen Familie bleiben nicht aus, zumal der junge Graf die Heirat zu Hause verschwiegen hat. So kommen beide überein, sich vorübergehend scheiden zu lassen, um dann, nach der "großen Pause", mit dem Einverständnis der Familie erneut zu heiraten... "Die große Pause" entsteht für die 1924 gegründete Henny Porten-Froelich Produktion und wird von der Ufa verliehen. Die arg konstruierte, auf einem Bühnenlustspiel beruhende Geschichte bietet Henny Porten reichlich Gelegenheit, sowohl in komödiantischen als auch in tragischen Szenen zu brillieren. Die Kritik reagierte zurückhaltend: "Vielleicht spielt sie diese Rolle zu sehr auf die wohlerzogene, gediegene Dame hinaus, vielleicht ist sie dabei mehr Henny Porten als jene Gestalt, die sie eigentlich verkörpern sollte, insbesondere um verschiedene Grade zu sanftmütig, man könnte beinahe schon sagen zu temperamentlos, aber das Publikum will sie offenbar so sehen und nicht anders." (Berliner Börsen-Zeitung, 11.11.1927)

  27. 16. Oktober 2010, Babylon, 18.00 Uhr: Einführung zu "Berühmte Regisseure – erste Poesiefilme (1910–1927)" im Rahmen des 5. ZEBRA Poetry Film Festival

  28. 14. Oktober 2010, Zeughauskino, 20.00 Uhr: Einführung zu SIEG DES GLAUBENS (1933) und TAG DER FREIHEIT (1935) im Rahmen der Ausstellung "Hitler und das deutsche Kino"

  29. 13. September 2010, Arsenal 2, 19.00 Uhr, Reihe "FilmDokument". FEUER AN DER RUHR – WERKSTATT FÜR EUROPA, BRD 1956/57 R: Ferdinand Khittl

  30. 2. Juli 2010, Tagung zur Wochenschauforschung. Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin. Vortrag: Überlegungen zum O-Ton-Einsatz in Wochenschauen der frühen Tonfilmzeit.

  31. 18. und 19. Juni 2010, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg: Internationale kulturwissenschaftliche Konferenz: Cultural Encounters between Germans and Americans after World War II. New Perspectives on Reeducation, Reorientation, Americanization (1945-1965). Einführung: Filmprogramm mit amerikanischen Kurzfilmen  (Lamm-Lichtspiele) +  Vortrag: Visions of Europe in American Informational Film after World War II

  32. 14. Juni 2010, Arsenal 2, 19.00 Uhr, Reihe "FilmDokument". DER GOLDENE GARTEN. KALIFORNISCHE IMPRESSIONEN, BRD 1953 R: Hans Domnick, 76’

  33. 13. Juni 2010, Arsenal 2,19.00 Uhr, , Filmprogramm zum Kolloquium der Deutschen Kinemathek, KUHLE WAMPE, D 1932, R: Slatan Dudow

  34. 30. April 2010, Metro-Kino, Wien, Einführung zu DIE VAMPIRE VON NEW YORK (A 1921, Ernst Marischka)

  35. 15. April 2010, Zeughauskino: Einführung zu WELTSTADT IN FLEGELJAHREN. EIN BERICHT ÜBER CHICAGO (Heinrich Hauser, 1931)

  36. 12. Januar 2010, Zeughauskino, 21.00 Uhr: VOYAGE AU CONGO (FR 1927, André Gide, Marc Allegret)